Gemeinsam Kinder stärken Erzieherinnen laden Eltern ab 21. Mai zu „Schatzsuche“-Kursen ein
Diemelsee/Willingen –
„Was macht mein Kind stark?“ Um diese Frage geht es bei den „Schatzsuche“-Kursen, die sich an Eltern von Kindern in den Upländer und Diemelseer Kitas richten.
Am 21. Mai starten die ersten Kurse des bundesweiten Programms, das das seelische Wohlbefinden von Kindern fördern soll.
Seit dem Herbst haben Erzieherinnen Fortbildungen absolviert: Anika Bienert (Kita Vasbeck), Jennifer Rentschler (Heringhausen), Melanie Küthe und Melanie Hennecke-Sardo (Adorf), Irina Remchen (Eimelrod) sowie Kathrin Vogel und Silvia Vogel (Usseln). Zum Abschluss haben sie vergangene Woche vor ihren Kolleginnen und Kollegen referiert. Im Land koordiniert die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAGE) das Projekt, das Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen-Diemelsee holte erstmals eine Fortbildung in die Region. Seit Anfang 2025 kümmert sich PORT verstärkt auch um die Belange von Kindern, ruft Projektkoordinatorin Viktoria Biedermann in Erinnerung.
„Man braucht keine Vorkenntnisse und kann auch erst mal passiv teilnehmen“, lädt Melanie Küthe die Eltern ein. Die Erzieherinnen klären über Entwicklungsschritte auf, gemeinsam wird sich über eigene Erfahrungen ausgetauscht und geklärt, was Resilienz bedeutet. „Wir wollen die Stärken der Kinder herausfinden und sie dann fördern“, ergänzt Anika Bienert. Damit sollen Erziehungsberechtigte weiterarbeiten können, sagt Irina Remchen: „Die Eltern sollen sich sinnbildlich eine kleine Tasche packen, mit der sie dann zu Hause arbeiten können.“
Jennifer Rentschler erklärt den Namen des Programms: „Wir sind auf der Suche nach dem Schatz im Kind und auch in den Eltern.“ Einen weiteren Punkt hebt Melanie Hennecke-Sardo hervor: „Es ist wichtig, dass den Eltern die Möglichkeit zum Austausch gegeben und ihnen ein Netzwerk geboten wird sei es mit uns oder untereinander.“
Die Kurse starten am 21. Mai jeweils um 18 Uhr in den Kindergärten Heringhausen und Adorf. Bei diesen ersten Treffen werden die jeweils fünf Folgetermine ausgemacht. Maximal zwölf Teilnehmer sind möglich, die Veranstaltung ist kostenfrei. Termine im Upland sollen im neuen Kindergartenjahr folgen. Die Teilnahme ist nicht von der Kita selbst abhängig, hält Viktoria Biedermann fest: Willinger können also beispielsweise den Kurs in Usseln besuchen. Die Anmeldung läuft derweil über die ausrichtenden Kitas in Adorf, Heringhausen, Eimelrod und Usseln.
„Das ist ein toller Beitrag zur Erziehungspartnerschaft“, erklärt Christiane Luckhardt, geschäftsführende Pfarrerin des Zweckverbands evangelische Kindertagesstätten Eisenberg: Erziehung in der Kita und zu Hause laufe oft nebeneinander, doch gerade im frühkindlichen Stadium sei es gut, beide Seiten Hand in Hand gehen zu lassen und Zeit für intensive Elternarbeit zu fin-den. „Wir sind dankbar, dass wir diese Kooperation haben“, sagt Christiane Luckhardt.
Wilhelm Figge, Waldeckische Landeszeitung, Ausgabe vom 02.05.2026