In gemeinsame Richtung unterwegs - Aufnahme der Upländer Kitas in Zweckverband Eisenberg gefeiert
Willingen (Upland) –Leise plätschert die Diemelquelle, lauter sind die angeregten Gespräche der knapp 150 Besucher. Mitarbeiter und Gäste des Zweckverbands Evangelischer Kindertagesstätten Eisenberg haben die Aufnahme der Upländer Kindergärten gefeiert. Seit Anfang des Jahres sind sie dabei. Diese Woche gab es einen gemeinsamen Betriebsausflug mit den Kollegen aus den zehn Kitas aus Korbach, Lichtenfels und Diemelsee, die der Zweckverband seit 2023 betreibt.
Die Symbolik des Ortes griff der stellvertretende Dekan Uwe Jahnke auf: „Diese eine Quelle speist sich aus verschiedenen Strömen.“ Und das treffe auch auf die Arbeit in den Kitas zu: Mitarbeiter mit ihrem pädagogischen Sachverstand, die Förderer drumherum sowie die Eltern und Kinder tragen alle ihren Teil bei. „Was ist das für ein mächtiger Fluss“, hielt Jahnke fest.
Auf verschiedenen Wegen waren die Besucher zur Quelle gewandert – und vielfältig bahne das Wasser sich seinen Weg bergab, erklärte die geschäftsführende Pfarrerin Christiane Luckhardt: Mal schlängele es sich durch die Landschaft, mal verlaufe es schnurstracks, mal sei es langsamer, dann dafür wieder umso schneller. Das passe gut: „Wir sind unterwegs in eine gemeinsame Richtung“, hielt sie fest, betonte dabei aber die Individualität und Expertise, die in allen 14 Kitas vorhanden seien. „Die Herausforderung ist, miteinander in einen ,Flow‘ zu geraten, also einen gemeinsamen Fluss.“ Das sei kein Selbstzweck, sondern diene den Kindern. Erzwingen lasse sich das nicht.
Eine offene Haltung, Wohlwollen und sich Zeit nehmen, einander zu verstehen, machten es aber möglich.
Für die vier beteiligten Kommunen grüßte der Lichtenfelser Bürgermeister Henning Scheele: „Wir freuen uns, dass wir in der Kinderbetreuung Kräftebündeln können.“ Von der Planungssicherheit sollen auch die Mitarbeiter profitieren, zumal es auch möglich sei, Personalengpässe auszugleichen. Er hieß Willingen in der Partnerschaft auf Augenhöhe willkommen.
An die Feier schloss sich ein Betriebsausflug zur Pilgerkirche Schwalefeld an, wo die neuen Kollegen sich besser kennenlernten.

WLZ, 10.09.26, WILHELM FIGGE