Aktuelles für Kita's Eisenberg

Kinder begleiten Jesus in der Passionszeit - Bei religionspädagogischem Projekt in der Kita Usseln auf Ostern vorbereitet

Willingen-Usseln – Fünf Wochen haben sich die Mädchen und Jungen der Evangelischen Kita in Usseln gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Pfarrerin Bettina Diener auf Ostern vorbereitet.


Auf dem Boden liegt ein Kreuz aus Stoffbahnen. Die Stationen Jesu in der Passionszeit bis zu seinem Tod und der Auferstehung zu Ostern sind von
den Erzieherinnen symbolhaft dargestellt worden. Kleine Figuren stehen für Jesus, Maria, für die Wachen und Pontius Pilatus, der Garten Gethsemanebesteht aus bunten Blumen, es gibt ein Holzkreuz und die Grabeshöhle.
Am Gründonnerstag stand die letzte Station auf dem Programm: Jesus trifft sich mit seinen Jüngern im Garten Gethsemane zum letzten Abendmahl, dort wird er verhaftet, dann verurteilt und schließlich gekreuzigt. Kein leichter Stoff für die Kinder, und doch gehört er zu den Kernthemen des Christentums, und dadurch spielt er natürlich in einem kirchlichen Kindergarten eine wichtige Rolle.
Für die Umsetzung dieser Themen und die religionspädagogische Begleitung sind in Usseln Erzieherin Claudia Schlensok und Pfarrerin Bettina Diener verantwortlich. Gemeinsam überlegen sie, wie welche Themen am besten für die Jüngsten aufbereitet werden können. „So lassen wir bei den Stationen des Kreuzweges die Kinder beispielsweise Teil der Geschichte werden“, sagt Claudia Schlensok. Pfarrerin Bettina Diener fügt hinzu: „Als kirchlicher Kindergarten ist es unsere Aufgabe, die Mädchen und Jungen an Glauben und Kirche spielerisch heranzuführen. Das bedeutet, wir bringen viel Bewegung mit hinein, sowohl beim Singen als auch beim Beten.“


Einmal in der Woche gibt es in der Evangelischen Kindertagesstätte in Usseln ein religionspädagogisches Angebot. Ein Viertelstündchen dauert diese Einheit, in der die Kinder neue Themen und Lieder entdecken. Oft begleitet Pfarrerin Diener die Kinder beim Singen mit der Gitarre. Und in dieser Zeit gibt es auch noch eine ganz besondere Minute – einfach schweigen und dem Ton der Klangschale zuhören. „Die Kinder merken mittlerweile, wie schön es sein kann, für einen Moment still zu werden und einfach nur zu lauschen“, freut sich Claudia Schlensok.


Bei den Stationen der Passionszeit stand jede Woche eine andere Geschichte im Vordergrund. Erst war es die Erzählung von dem blinden Bartimäus, den Jesus zum Sehenden verwandelte, dann säten die Kinder Ostergras in kleine Töpfe, es wurde über das letzte Abendmahl berichtet, bei dem auch die Kinder Brot und Weintrauben aßen. Schließlich gab es die Gebete im Garten Gethsemane, und an Gründonnerstag die Kreuzigung und die Ostergeschichte.
„Danke, dass Du uns diese Geschichte erzählst“, sagt dann auch ein Mädchen beim Herausgehen aus dem Gruppenraum der Kindertagesstätte. Und tatsächlich wird noch im Flur von den Kindern ein Lied weitergeträllert: „Gottes Liebe ist so wunderbar“. So wunderbar, dass die Erzieherinnen und Pfarrerin Diener ebenfalls lächelnd im Raum zurückbleiben.

 

Text: Kerstin Kleine, WLZ, 08.04.2026

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